Archive for März, 2007

Zuviel Lärm wegen den staatlichen Moscheen von Kairo: Nur noch ein Muezzin darf die Gläubigen zum Gebet rufen.

Zuviel Lärm in den staatlichen Moscheen von Kairo: Tausende Muezzins müssen schweigen!

 

Der Tages-Anzeiger vom 21. März 2007 schreibt:

Bei mehr als 7000 Moscheen in der ägyptischen Hauptstadt machen die Muezzins von denen nicht alle so gepflegte Stimmen haben wie Scheich Mohammed, zu viel Lärm. Der zentralisierte Gebetsruf werde «aus religiösen und praktischen Gründen» eingeführt, sagt Hasem al-Gindi, Sprecher des zuständigen Ministeriums.

Zum einen sei es für die Muezzins völlig unmöglich, ihren Adhan, den Ruf zum Gebet, zeitlich abzustimmen, dass sie genau gleichzeitig rufen. «Und mit der Zunahme der Moscheen im Laufe der Jahre macht das einfach zu viel Krach», sagt der Beamte…

Die neue Methode gilt zwar nur für die ca. 4’700 staatlichen Moscheen – 2’500 private Moscheen dürfen weiterhin mit eigener Stimme zum Gebet rufen. Dennoch schaffen es die Menschen in einem Islamischen Land religiösen Lärm einzudämmen. 

So fortschrittlich sind wir in den christlichen Ländern Europas leider noch lange nicht: Der Zeitschlag der Kirchenglocken nervt nach wie vor jede Viertelstunde. Von diversen Kirchen in einer Ortschaft jeweils gleichzeitig. Wild und chaotisch durcheinander scheppernd. Mitten in der Nacht.

Der Schweizer Sänger Florian Ast wurde in der Schweizer Illustrierten kürzlich gefragt was ihm den Schlaf raube. Seine Anwort:

"Im Moment die Kirchenglocken. Himmel! Wie soll ich mich da erholen?"

  Florian Ast nervt sich ab dem Lärm von Kirchenglocken! (Aus der Schweizer Illustrierten)

 
Andere Schweizer Prominente wie Chris von Rohr und Peter Bodenmann hatten früher schon klargestellt, dass Glockenlärm unnötig ist oder gar nervt.

 

Aus einem Leserbrief zu Florian Ast und Glockenlärm aus Nachtruhe.info :

„Florian Ast: Wann wird Ihnen der Schlaf durch Glocken geraubt? Ich gehe mal davon aus, dass Ihre Auftritte vorwiegend abends stattfinden … dann könnten Sie möglicherweise tagsüber durch Geschelle gestört werden, deren Berechtigung sowieso höchstens durch den Klerus interpretiert werden können: Frühgeläute, Angelus-, Vesper- und Abendläuten? Von mir aus müssen diese und der nächtliche, absolut überflüssige und veraltete Zeitansage-Lärm sofort landesweit verboten werden!…"

 

Florian Ast kann man übrigens live sehen am:

  • Freitag, 30. März im Volkshaus Basel
  • Samstag, 31. März im Volkshaus Zürich
  • Freitag, 13. April im National Bern
  • Samstag, 14. April in der Simplonhalle Brig

Website von Florian Ast