Kuhglocken haben in Steinen im Kanton Schwyz jahrelang genervt – jetzt wird die Nachtruhe wieder eingeführt – Die Glocken müssen zwischen 20.00 und 07.00 schweigen.

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Der Anwalt des Klägers bemerkt absolut korrekt:

Das Tragen von Kuhglocken in offenen Ställen ist keinesfalls ortsüblich, weder tagsüber noch nachts. Dass der Bauer den Kühen alle Arten und Grössen von Glocken permanent umgehängt habe, führe entschieden zu weit.

Die Kühe auch während der Nacht im Stall mit Glocken zu belästigen, ist ohne jeden Zweifel Tierquälerei – oder würde sich jemand von uns nachts zum Schlafen eine Glocke umhängen?

Das ursprüngliche Prinzip der Kuhglocken war es böse Geister zu vertreiben. Diese scheinen heute weniger ihr Unwesen zu treiben – deswegen verwendet man heute die Kuhglocken hauptsächlich als 'Alarmanlage'. Diese funktioniert allerdings nach einem etwas paradoxen Prinzip: Sie lärmt wenn die Kühe noch da sind. Sollten sie abhauen, kann man die Alarmglocken nicht mehr hören…

Wozu sollen also die Kühe im Stall, wo sie ganz sicher nicht das Weite suchen können, diese Alarmglocken tragen müssen?

 

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