Tag gegen Lärm 2008: Umfrage-Resultate der 20Minuten Umfrage auf 20min.chTag gegen Lärm 2008

Umfrage-Resultate der 20 Minuten Lärm-Umfrage auf 20min.ch

Weitaus am meisten nerven die Kirchenglocken mit 712 Punkten, noch vor  Baulärm mit 551 und Hundegebell mit 503 Punkten. (Stand: 18. April 2008, 14.00)

Gesamtes Ergebnis:

1.) Kirchenglocken
2.) Baulärm
3.) Hundegebell
4.) Handy-Klingeltöne
5.) Autolärm
6.) Fluglärm
7.) Kindergeschrei
8.) Musikhörende Mitpassagiere
9.) Zuglärm
10.) Quietschen des Trams
11.) Lärm der Nachbarn
12.) Menschenmenge

Peter Kälin, Präsident der Aerzte für Umweltschutz, berichtete am 17. April im 20Minuten, dass ein Dauerschallpegel von über 60 Dezibel im Körper Hormonveränderungen auslösen kann.

Dieser Wert ist allerdings entschieden zu hoch, so Dr.med. Adrian P. Müller aus Horgen:

…Die Annahme des BUWAL, dass 60 dB die gesundheitsschädliche Grenze für Kirchenglocken sei, ist wahrscheinlich deutlich zu hoch und einfach für die Ämter bequem.

Normalerweise sind schärfere Töne mit schnellen Belastungsspitzen (Glocken sind ein Paradebeispiel dafür) schon bei geringerem Schalldruck wegen der Alertreaktionen gefährlich.

So oder so; während der gesetzlich vorgeschriebenen Nachtruhe sind sämtliche Glockenschläge (und andere religiöse Lautäusserungen wie z.B. vom Muezzin) überflüssig und gesundheitsschädlich. Ganz egal ob leiser oder gar noch lauter als der vom Fluglärm abgeleitete Grenzwert von 60 dB!

 

  1. fonsi says:

    Das Resultat ist eindeutig und klar. Eine solche Manifestation kommt jedoch nur zustande, wenn anonym abgestimmt wird und man sich nicht mit vollem Namen gegenüber der Öffentlichkeit outen muss – in dieser Beziehung mangelt es vielerseits am entsprechend notwendigen Zivilcourage!
    Steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein und die uns zustehende Nachtruhe wird sukzessive einkehren, indem das unnötige nächtliche Gebimmel nach und nach abgestellt wird.

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